Trade Republic ist mit mehr als 10 Millionen Kunden in Europa einer der größten Neobroker. Viele Anleger in der Schweiz fragen sich, ob sie die App nutzen können. Die kurze Antwort: Nein, Trade Republic ist 2026 in der Schweiz nicht verfügbar. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Alternativen es gibt und worauf Sie als Schweizer Anleger achten sollten, etwa bei der Stempelsteuer.
Ist Trade Republic in der Schweiz verfügbar?
Nein. Trade Republic ist eine deutsche Bank, die ihre Dienstleistungen in Ländern der Europäischen Union anbietet. Die Schweiz gehört nicht zur EU, und Trade Republic hat keinen Start dort angekündigt.
Ein VPN hilft nicht: Bei der Kontoeröffnung müssen Sie Ihre Identität und Ihren Wohnsitz nachweisen, und falsche Angaben verstoßen gegen die Nutzungsbedingungen.
Worauf sollten Schweizer Anleger achten?
- Stempelsteuer: Die eidgenössische Umsatzabgabe fällt nur an, wenn ein Schweizer Effektenhändler am Geschäft beteiligt ist, zum Beispiel Swissquote oder Saxo Schweiz. Bei ausländischen Brokern wie Interactive Brokers oder DEGIRO fällt sie nicht an.
- Währung: Viele ausländische Broker führen Konten nicht in Franken oder verlangen Gebühren für den Umtausch. Vergleichen Sie die Wechselkurskosten.
- Steuererklärung: Auch Depots bei ausländischen Brokern müssen Sie im Wertschriftenverzeichnis Ihrer Steuererklärung angeben. Schweizer Broker liefern dafür oft einen fertigen Steuerauszug.
Alternativen zu Trade Republic in der Schweiz
| Broker | Sitz | Am besten für | Stempelsteuer |
|---|---|---|---|
| Interactive Brokers | Ausland | Niedrige Kosten und viele Märkte | Nein |
| DEGIRO | Ausland | Günstige ETF und Aktien | Nein |
| Swissquote, Saxo, Yuh, neon | Schweiz | Konto in Franken und Steuerauszug | Ja |
Stand: September 2026.
Interactive Brokers

Interactive Brokers ist bei Schweizer Privatanlegern besonders beliebt: Der Broker wurde 1978 gegründet, ist am Nasdaq notiert und Teil des S&P 500. Er bietet Zugang zu über 170 Märkten, darunter die SIX, mit sehr niedrigen Gebühren, günstigen Wechselkursen und Konten in Franken. Da es sich um einen ausländischen Broker handelt, fällt keine Stempelsteuer an. Die Plattform Trader Workstation ist komplex, für Einsteiger gibt es die einfachere App IBKR GlobalTrader.
DEGIRO

DEGIRO gehört zur deutschen flatexDEGIRO-Gruppe, die Ende 2025 rund 3,5 Millionen Kunden in 16 Ländern betreute, und ist in der Schweiz verfügbar. Der Broker ist bekannt für niedrige Gebühren, keine Depotgebühren und eine Auswahl an ETF mit besonders günstigen Konditionen. Für jede ausländische Börse, an der Sie investieren, fällt eine jährliche Anschlussgebühr an. Auch hier gibt es keine Stempelsteuer.
Anlegen birgt Verlustrisiken.
Schweizer Broker: Swissquote, Saxo, Yuh und neon
Wenn Sie ein Konto in Franken, einen fertigen Steuerauszug und einen Ansprechpartner in der Schweiz bevorzugen, kommen Schweizer Anbieter infrage. Yuh und neon sind einfache Apps mit ETF-Sparplänen und kommen dem Konzept von Trade Republic am nächsten. Swissquote und Saxo bieten mehr Märkte und Produkte. Beachten Sie, dass bei Schweizer Brokern die Stempelsteuer anfällt und die Gebühren pro Order oft höher sind als bei Interactive Brokers oder DEGIRO.
Fazit
Trade Republic ist in der Schweiz nicht verfügbar. Für Anleger, die möglichst günstig investieren möchten, sind Interactive Brokers und DEGIRO die naheliegendsten Alternativen, auch weil bei ihnen keine Stempelsteuer anfällt. Wer mehr Komfort bei der Steuererklärung und ein Konto in Franken sucht, findet bei Schweizer Brokern wie Swissquote, Saxo, Yuh oder neon passende Angebote.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar. Beim Investieren ist Ihr Kapital einem Risiko ausgesetzt.