Mit CFDs (Contracts for Difference, Differenzkontrakte) spekulieren Sie mit Hebel auf steigende oder fallende Kurse von Aktien, Indizes, Devisen oder Rohstoffen, ohne den Basiswert selbst zu besitzen. Das Risiko ist hoch: Bei allen Anbietern in diesem Vergleich verliert die Mehrheit der Privatkunden Geld. In diesem Artikel vergleichen wir die wichtigsten CFD-Broker in Deutschland 2026 und erklären, welche Regeln für Privatanleger gelten.
Die besten CFD-Broker im Überblick
| Broker | Verlustquote | Aufsicht | Am besten für |
|---|---|---|---|
| IG | 72% | BaFin, Bundesbank | Größte Auswahl an Märkten |
| Interactive Brokers | 61% | Zentralbank Irland | Niedrige Kosten und echte Aktien auf demselben Konto |
| CMC Markets | 68% | BaFin | Devisen und Plattform |
| XTB | 74% | KNF (Polen), BaFin | Einsteiger und Kundenservice |
| eToro | 51% | CySEC | Social Trading |
| Plus500 | 79% | CySEC | Einfache Plattform |
Verlustquote: Anteil der Kleinanlegerkonten, die beim CFD-Handel mit dem jeweiligen Anbieter Geld verlieren, laut Risikohinweis des Anbieters. Stand: September 2026.
Welche Regeln gelten für CFDs in Deutschland?
Seit 2018 gelten in der EU einheitliche Schutzregeln der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA, die in Deutschland von der BaFin umgesetzt werden. Für Privatkunden bedeutet das:
- Begrenzter Hebel: maximal 30:1 bei wichtigen Währungspaaren, 20:1 bei wichtigen Indizes und Gold, 10:1 bei anderen Rohstoffen, 5:1 bei Aktien und 2:1 bei Kryptowährungen.
- Keine Nachschusspflicht: Sie können nicht mehr verlieren, als auf Ihrem Konto liegt (Schutz vor negativem Kontostand).
- Automatische Schließung: Fällt Ihr Konto unter 50% der erforderlichen Margin, schließt der Broker Positionen.
- Risikohinweis: Jeder Anbieter muss angeben, wie viel Prozent seiner Privatkunden mit CFDs Geld verlieren.
IG: größte Auswahl an Märkten
IG wurde 1974 in London gegründet und ist einer der größten CFD-Anbieter der Welt. Kunden in Deutschland werden von der IG Europe GmbH in Frankfurt betreut, die von der BaFin und der Deutschen Bundesbank reguliert wird. IG bietet über 17.000 Märkte, darunter CFDs auf Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe und Kryptowährungen, sowie Knock-outs und Optionen. Neben der eigenen Plattform stehen ProRealTime und MetaTrader 4 zur Verfügung, und die IG Academy bietet umfangreiche Lernmaterialien.
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Interactive Brokers: niedrige Kosten und alles auf einem Konto
Interactive Brokers wurde 1978 gegründet, ist am Nasdaq notiert und Teil des S&P 500. Kunden in Deutschland werden von Interactive Brokers Ireland Limited betreut, die von der irischen Zentralbank reguliert wird. Der Broker bietet CFDs auf Aktien, Indizes, Devisen und Metalle mit transparenten Kommissionen statt Aufschlägen auf den Spread. Der größte Vorteil: Auf demselben Konto handeln Sie auch echte Aktien, ETF, Optionen und Futures an über 170 Märkten. Die Plattform Trader Workstation ist sehr leistungsfähig, für Einsteiger aber komplex.
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 61% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
CMC Markets: starke Plattform für Devisen
CMC Markets wurde 1989 gegründet und ist an der Londoner Börse notiert. Kunden in Deutschland werden von der CMC Markets Germany GmbH betreut. Der Broker bietet über 12.000 CFDs, darunter eine besonders große Auswahl an Währungspaaren, und die eigene Plattform Next Generation bietet umfangreiche Charting-Werkzeuge. Auch MetaTrader 4 ist verfügbar. Bei Devisen fallen keine Kommissionen an, die Kosten stecken im Spread, bei Aktien-CFDs gibt es eine Kommission pro Order.
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
XTB: gut für Einsteiger
XTB wurde 2002 in Polen gegründet und ist an der Warschauer Börse notiert. Der Broker wird von der polnischen Finanzaufsicht KNF reguliert und ist in Deutschland über eine Zweigniederlassung tätig. Die Plattform xStation 5 ist übersichtlich und bietet gute Charts und Lernmaterialien, und der Kundenservice wird oft gelobt. Neben CFDs auf Devisen, Indizes, Rohstoffe und Aktien können Sie bei XTB auch echte Aktien und ETF handeln, bis zu 100.000€ Volumen pro Monat ohne Kommission. Eine Mindesteinzahlung gibt es nicht.
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 74% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
eToro: am besten für Social Trading
eToro ist seit 2025 am Nasdaq notiert und bekannt für sein Social Trading: Sie können die Trades anderer Nutzer automatisch kopieren. Kunden in Deutschland werden von eToro (Europe) Ltd betreut, die von der zypriotischen Aufsicht CySEC reguliert wird. Die Plattform ist sehr einfach, die Kosten stecken vor allem im Spread, der bei manchen Märkten höher ist als bei spezialisierten CFD-Brokern. Für aktive Daytrader ist eToro daher weniger geeignet.
eToro ist eine Multi-Asset-Investmentplattform. Der Wert Ihrer Investitionen kann steigen oder fallen. Ihr Kapital ist gefährdet. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit einem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 51% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld, wenn sie mit diesem Anbieter CFDs handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Copy Trading stellt keine Anlageberatung dar.
Plus500: einfache Plattform
Plus500 wurde 2008 gegründet und ist an der Londoner Börse notiert. Kunden in Deutschland werden von Plus500CY Ltd betreut, die von der CySEC reguliert wird. Die eigene Plattform ist sehr einfach zu bedienen und kann mit einem unbegrenzten Demokonto getestet werden. Plus500 erhebt keine Kommission pro Trade, die Kosten stecken im Spread. Beachten Sie die Inaktivitätsgebühr von 10 US-Dollar pro Monat nach drei Monaten ohne Login.
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit einem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 79% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld, wenn sie mit diesem Anbieter CFDs handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Wie werden CFDs in Deutschland besteuert?
Gewinne aus CFDs unterliegen der Abgeltungsteuer von 25% plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die frühere Grenze, nach der Verluste aus Termingeschäften wie CFDs nur bis 20.000€ pro Jahr verrechnet werden durften, wurde mit dem Jahressteuergesetz 2024 abgeschafft.
Steuereinfache Broker führen die Steuer automatisch ab. Bei Brokern, die das nicht tun, meist ausländischen Anbietern, müssen Sie Ihre Gewinne und Verluste selbst in der Anlage KAP Ihrer Steuererklärung angeben. Prüfen Sie das vor der Kontoeröffnung.
Worauf sollten Sie bei einem CFD-Broker achten?
Regulierung: Wählen Sie nur Broker, die in der EU reguliert sind, zum Beispiel durch die BaFin, die irische Zentralbank oder die CySEC. Anbieter aus Offshore-Standorten bieten höhere Hebel, aber weniger Schutz.
Kosten: Vergleichen Sie Spreads, Kommissionen und die Finanzierungskosten für Positionen, die Sie über Nacht halten. Bei längerem Halten können die Übernachtkosten die Spreads deutlich übersteigen.
Verlustquote: Die Verlustquote sagt nichts darüber aus, ob Sie selbst Geld verlieren, zeigt aber, wie riskant das Angebot für die Kunden des jeweiligen Brokers ist.
Demokonto: Testen Sie Plattform und Strategie zuerst mit virtuellem Geld.
Fazit
IG bietet die größte Auswahl an Märkten und ist direkt von der BaFin reguliert. Interactive Brokers ist die beste Wahl, wenn Sie CFDs und echte Wertpapiere günstig auf einem Konto handeln möchten. CMC Markets überzeugt mit seiner Plattform, XTB ist besonders einsteigerfreundlich, und eToro ist die Wahl für Social Trading. Bedenken Sie aber vor jedem CFD-Trade, dass die Mehrheit der Privatkunden bei allen Anbietern Geld verliert.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar. CFDs sind komplexe Instrumente mit hohem Verlustrisiko.




