Johanna Plevan
Asset 1Letzte Aktualisierung: September 23, 2026

Beim Forex-Trading spekulieren Sie auf die Kursentwicklung von Währungspaaren wie EUR/USD. Privatanleger handeln Devisen in Deutschland fast immer über CFDs oder ähnliche Hebelprodukte bei einem Forex-Broker. Das Risiko ist hoch: Bei allen Anbietern in diesem Vergleich verliert die Mehrheit der Privatkunden Geld. In diesem Artikel vergleichen wir die wichtigsten Forex-Broker in Deutschland 2026 und erklären, worauf Sie achten sollten.

Die besten Forex-Broker im Überblick

Broker Verlustquote Aufsicht Am besten für
Interactive Brokers 61% Zentralbank Irland Niedrige Kosten und Interbanken-Kurse
IG 72% BaFin, Bundesbank Größte Auswahl an Märkten
CMC Markets 68% BaFin Viele Währungspaare und Plattform
XTB 74% KNF (Polen), BaFin Einsteiger und Kundenservice
eToro 51% CySEC Social Trading
Plus500 79% CySEC Einfache Plattform

Verlustquote: Anteil der Kleinanlegerkonten, die beim CFD-Handel mit dem jeweiligen Anbieter Geld verlieren, laut Risikohinweis des Anbieters. Stand: September 2026.

Welche Regeln gelten für Forex-Trading in Deutschland?

Seit 2018 gelten in der EU einheitliche Schutzregeln der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA, die in Deutschland von der BaFin umgesetzt werden. Für Privatkunden bedeutet das:

  • Begrenzter Hebel: maximal 30:1 bei wichtigen Währungspaaren, 20:1 bei wichtigen Indizes und Gold, 10:1 bei anderen Rohstoffen, 5:1 bei Aktien und 2:1 bei Kryptowährungen.
  • Keine Nachschusspflicht: Sie können nicht mehr verlieren, als auf Ihrem Konto liegt (Schutz vor negativem Kontostand).
  • Automatische Schließung: Fällt Ihr Konto unter 50% der erforderlichen Margin, schließt der Broker Positionen.
  • Risikohinweis: Jeder Anbieter muss angeben, wie viel Prozent seiner Privatkunden mit CFDs Geld verlieren.

Interactive Brokers: niedrige Kosten und echte Interbanken-Kurse

Interactive Brokers

Interactive Brokers ist kein Market Maker, sondern leitet Devisenorders an zahlreiche große Banken weiter. Sie handeln zu Interbanken-Kursen und zahlen eine Kommission von 0,08 bis 0,20 Basispunkten des Handelswerts, mindestens 2 US-Dollar pro Order. Kunden in Deutschland werden von Interactive Brokers Ireland Limited betreut. Auf demselben Konto handeln Sie auch Aktien, ETF, Optionen und Futures an über 170 Märkten. Die Plattform Trader Workstation ist sehr leistungsfähig, erfordert aber Einarbeitung, und MetaTrader wird nicht unterstützt.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 61% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

IG: größte Auswahl an Märkten

IG

IG wurde 1974 in London gegründet und ist einer der größten CFD- und Forex-Anbieter der Welt. Kunden in Deutschland werden von der IG Europe GmbH in Frankfurt betreut, die von der BaFin und der Deutschen Bundesbank reguliert wird. IG bietet über 17.000 Märkte, darunter eine große Auswahl an Währungspaaren, sowie die Plattformen ProRealTime und MetaTrader 4. Die IG Academy bietet umfangreiche Lernmaterialien für Einsteiger.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

CMC Markets: viele Währungspaare und starke Plattform

CMC Markets

CMC Markets wurde 1989 gegründet und ist an der Londoner Börse notiert. Kunden in Deutschland werden von der CMC Markets Germany GmbH betreut. CMC ist bekannt für eine besonders große Auswahl an Währungspaaren, und die eigene Plattform Next Generation bietet umfangreiche Charting-Werkzeuge. Auch MetaTrader 4 ist verfügbar. Beim Devisenhandel fallen keine Kommissionen an, die Kosten stecken im Spread.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

XTB: gut für Einsteiger

XTB

XTB wurde 2002 in Polen gegründet und ist an der Warschauer Börse notiert. Der Broker wird von der polnischen Finanzaufsicht KNF reguliert und ist in Deutschland über eine Zweigniederlassung tätig. Die Plattform xStation 5 ist übersichtlich, bietet gute Charts und Lernmaterialien, und der deutschsprachige Kundenservice wird oft gelobt. Eine Mindesteinzahlung gibt es nicht. Neben Forex-CFDs können Sie bei XTB auch echte Aktien und ETF handeln.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 74% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

eToro: Social Trading

eToro

eToro ist seit 2025 am Nasdaq notiert und bekannt für sein Social Trading: Sie können die Trades anderer Nutzer automatisch kopieren. Kunden in Deutschland werden von eToro (Europe) Ltd betreut, die von der CySEC reguliert wird. Die Plattform ist sehr einfach. Die Kosten beim Devisenhandel stecken im Spread, der bei vielen Währungspaaren höher ist als bei spezialisierten Forex-Brokern.

eToro ist eine Multi-Asset-Investmentplattform. Der Wert Ihrer Investitionen kann steigen oder fallen. Ihr Kapital ist gefährdet. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit einem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 51% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld, wenn sie mit diesem Anbieter CFDs handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Copy Trading stellt keine Anlageberatung dar.

Plus500: einfache Plattform

Plus500

Plus500 wurde 2008 gegründet und ist an der Londoner Börse notiert. Kunden in Deutschland werden von Plus500CY Ltd betreut, die von der CySEC reguliert wird. Die eigene Plattform ist sehr einfach und kann mit einem unbegrenzten Demokonto getestet werden. Plus500 erhebt keine Kommission, die Kosten stecken im Spread. Beachten Sie die Inaktivitätsgebühr von 10 US-Dollar pro Monat nach drei Monaten ohne Login.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 79% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Worauf sollten Sie bei einem Forex-Broker achten?

Regulierung: Wählen Sie nur Broker mit Regulierung in der EU. Offshore-Gesellschaften derselben Marke bieten höhere Hebel, aber weniger Schutz.

Kosten: Vergleichen Sie Spread und Kommission zusammen, und achten Sie auf die Finanzierungskosten (Swaps) für Positionen, die Sie über Nacht halten.

Plattform: MetaTrader 4 und 5 sowie cTrader eignen sich für automatisierte Strategien, eigene Plattformen wie bei IG oder CMC sind oft einfacher.

Demokonto: Testen Sie Plattform und Strategie zuerst mit virtuellem Geld.

Wie wird Forex-Trading in Deutschland besteuert?

Gewinne aus Forex-CFDs und anderen Devisen-Derivaten unterliegen der Abgeltungsteuer von 25% plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die frühere Grenze, nach der Verluste aus Termingeschäften wie CFDs nur bis 20.000€ pro Jahr verrechnet werden durften, wurde mit dem Jahressteuergesetz 2024 abgeschafft.

Steuereinfache Broker führen die Steuer automatisch ab. Bei Brokern, die das nicht tun, meist ausländischen Anbietern, müssen Sie Ihre Gewinne und Verluste selbst in der Anlage KAP Ihrer Steuererklärung angeben. Prüfen Sie das vor der Kontoeröffnung.

Häufige Fragen

Braucht man einen Broker für den Forex-Handel?
Ja. Der Devisenmarkt hat keine zentrale Börse, Privatanleger handeln daher über einen Broker, der den Zugang zu den Kursen und eine Handelsplattform bereitstellt.

Kann ich mit 100€ Forex handeln?
Technisch ja, bei vielen Brokern gibt es keine oder eine niedrige Mindesteinzahlung. Wegen der Hebelwirkung kann ein kleines Konto aber sehr schnell aufgebraucht sein. Investieren Sie nur Geld, dessen Verlust Sie verkraften können.

Was ist ein Pip?
Ein Pip ist die kleinste übliche Kursänderung eines Währungspaares, bei den meisten Paaren 0,0001. Steigt EUR/USD von 1,1700 auf 1,1701, hat sich der Kurs um einen Pip bewegt. Bei Paaren mit dem japanischen Yen ist ein Pip 0,01.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar. Forex- und CFD-Handel ist mit hohen Risiken verbunden, und Sie können Ihr eingesetztes Kapital vollständig verlieren.

Johanna Plevan

Johanna Plevan verfasst Artikel zu verschiedenen Themen, insbesondere im Bereich Finanzen. Ihr Hauptanliegen ist es, komplexe Konzepte verständlich und zugänglich für ihre Leserschaft zu präsentieren. Hierbei verfolgt sie stets die neuesten Trends und Entwicklungen in der Finanzbranche, um ihre Beiträge stets auf dem aktuellsten Stand zu halten.

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